Gallensteine-fast schon eine Volkskrankheit?

Gallensteine ( Cholelithiasis) kommen bei ca. 15% der Frauen und 7,5% der Männer vor, eine deutliche Zunahme zeigt sich ab dem 3. Lebensjahrzehnt.

Von einer Volkskrankheit zu sprechen wäre jedoch übertrieben, da nur jeder 4. Gallensteinträger Beschwerden im Laufe seines Lebens entwickelt.

Diese können wie folgt aussehen: Gallenkoliken mit massiven Schmerzen v.a. im rechten Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen nach fetthaltigen Mahlzeiten oder aber unspezifische Beschwerden, wie Druck- und Völlegefühl im Oberbauch, Blähungen etc… .

Risikofaktoren für die Entstehung von Gallensteinen sind eine erbliche Vorbelastung(„Gallensteinfamilien“), das weibliche Geschlecht ( weiblich:männlich=2:1), Alter( Zunahme im höheren Alter), Ernährung( cholesterinreich, ballaststoffarm,) oder z.B. Übergewicht. Daraus ergibt sich, dass man selbst durch eine gesunde Lebensweise einen Beitrag zur Vermeidung von Gallensteinen leisten kann, dies aber keinen sicheren Schutz vor Symptomen bedeutet.

Zur Diagnosesicherung dient, neben der körperlichen Untersuchung, der Ultraschall des Bauchraums. Damit kann man Gallensteine mit hoher Wahrscheinlichkeit erkennen, Zeichen einer akuten Entzündung der Gallenblase nachweisen und andere Erkrankungen ausschließen.

Komplikationen sind eine akute- meist bakterielle Entzündung- welcher einer umgehenden antibiotischen Therapie bedarf, oder operativ angegangen werden muss. Zudem kommt es in seltenen Fällen zu einem Durchbruch des Steines in den Gallengang oder Dünndarm. Sollte es zu mehreren Entzündungsepisoden kommen, ist eine Entfernung der Gallenblase nach Abheilung meist erforderlich .

Die Ultraschallvorsorgeuntersuchung wird diesbezüglich auch in unsere Praxis im Rahmen der allgemeinen Vorsorge angeboten.

Ihr Praxisteam!