Blut im Stuhl-Welches Vorgehen ist angezeigt?

Blut im Stuhl kann auf verschiedene Art und Weise vorkommen und bedarf immer einer ärztlichen Abklärung.

Entweder zeigt es sich als mit dem Auge sichtbares hell- oder dunkelrotes Blut, als nicht sichtbares ( sog. “ okkultes“ Blut), oder als Teerstuhl, bei dem das Blut unter Einwirkung der Magensäure schwarz verfärbt ist.

Am häufigsten treten Blutbeimengungen oder -Auflagerungen in Zusammenhang mit der Stuhlentleerung auf. Meist handelt es sich um leichte Blutungen, die keine Auswirkung auf die Gesamtblutmenge im Körper haben. Aber auch schwere Blutungen können auftreten, v.a. wenn Patienten blutverdünnende Medikamente einnehmen oder Arterien mitbetroffen sind.

Durch einige Lebensmittel, wie z.B. rote Beete kann sich der Stuhl ebenfalls rötlich verfärben, ebenso wie durch verschiedene Medikamente (z.B. Eisenpräparate, Wismut, Kohle) oder größere Mengen an Lakritze.

Die Ursachen für den Blutabgang können vielfältig sein und meist ist die Angst vor Darmkrebs in diesem Zusammenhang unbegründet.  Trotzdem sollte eine weitere ärztliche Abklärung unbedingt erfolgen. Mögliche Erkrankungen sind u.a. Hämorrhoiden, Magengeschwüre, entzündliche Darmerkrankungen, Infektionen, Entzündungen der Speiseröhre oder Tumore.

Erforderlich ist dann eine genaue Befragung, körperliche Untersuchung und ggf. weitere diagnostische Maßnahmen. Die Therapie hängt von der jeweiligen Erkrankung ab, doch es gilt wie immer: je früher eine Therapie begonnen wird, desto erfolgreicher und schneller gelingt diese.

Auch in diesem Zusammenhang an die Vorsorgedarmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr denken !

Ihr Praxisteam!