FSME – Impfung jetzt empfohlen

Um der Hirnhautentzündung durch den FSME-Erreger vorzubeugen, empfehlen wir, sich jetzt impfen zu lassen, bzw. begonnen Impfungen zu vervollständigen/aufzufrischen. FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis) Epidemiologie: Die vor allem durch Zecken (Ixodes ricinus = gemeiner Holzbock) übertragenen FSME-Viren können beim Menschen eine Hirnhaut- und Gehirnentzündung hervorrufen. In Bayern sind ca. 5 % der Zecken mit FSME infiziert, dabei erkranken nach erfolgter Infektion ca. 10- 30 % an FSME. Während der letzten Jahre betrug die Zahl der gemeldeten Erkrankungen in Bayern ca. 100. Vorkommen: Das jahreszeitliche Auftreten ist witterungsabhängig, ca. März bis November. Zecken befinden sich in Wäldern, Sträuchern, Wiesen, aber immer wieder auch im Rasen des eigenen Gartens. Daher empfiehlt es sich, Zeckenstiche nach Möglichkeit zu vermeiden. Nach naturnahem Aufenthalt in zeckengefährdeten Gebieten wird ein sorgfältiges Absuchen des Körpers nach Zecken empfohlen. Bei Zeckenbefall muss die Zecke umgehend, möglichst mit einer Zeckenpinzette entfernt werden (keine Entfernung mittels Klebstoffen, Ölen o.ä.). Symptomatik: Ungefähr 7-14 Tage nach einem Zeckenbiss (oft unbemerkt) treten die ersten Symptome auf. Die Erkrankung verläuft in 2 Phasen: Zunächst kommt es zu grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen und Schwindel. Nach einem fieberfreien Intervall von ca. 1 Woche entsteht bei etwa 10 % der Infizierten eine Meningoencephalitis mit erneutem Fieber, Erbrechen, Hirnhautentzündung und Koma. Vor allem bei älteren Patienten besteht die Gefahr bleibender Schäden wie Lähmungen, Anfallsleiden oder anhaltenden Kopfschmerzen. Bei ca. 1 % der Erkrankten mit Beteiligung des Gehirns führt die Erkrankung zum Tode. Therapie: Die Therapie kann nur symptomatisch (=unterstützend) erfolgen, da keine spezifische antivirale Therapie verfügbar ist. Nach erfolgtem Zeckenstich ist eine medikamentöse Therapie nicht möglich (d.h. keine postexpositionelle Prophylaxe). Impfung: Daher empfehlen wir eine aktive Immunisierung mit einem Totimpfstoff (enthält nur Virusbestandteile, keine kompletten Viren). Für einen kompletten Impfschutz sind 3 Impfungen notwendig mit folgenden Auffrischungen alle 3-5 Jahre – je nach Alter. Die Impfungen werden von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an uns direkt oder unsere Praxismitarbeiter. Ihr Praxis-Team Dres. Fischer/Hafner.